| Groppenbruch-Treffen 2011 - 2. Hj. |
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Die Machbarkeitsstudie - von der Stadt in Auftrag gegeben - legt dar: ein Gewerbegebiet in Groppenbruch wird zu teuer. Groppenbruch steht vor dem Aus. Alles dazu, was im Augenblick zu erfahren ist, im Hauptmenü unter "Groppenbruch-Aus (?)"
Nikolaustreffen Groppenbruch (06.12.2011) Hochkarätiger Besuch beim letzten Groppenbruch-Treffen in diesem Jahr: Erich Kretzschmar (NABU), Dietrich Büscher (BUND) und Gerhard Hallmann (AGARD) waren erschienen, um noch einmal auf die Bedeutung des Groppenbruch-Areals für Flora und Fauna hinzuweisen. Erich Kretzschmar ging bei seiner Power-Point-Präsentation vor allem auf die dort vorkommenden Tier-, insbesondere Vogelarten (roter Milan, Zilpzalp etc.) ein. Dietrich Büscher berichtete über die 670 Pflanzenarten, die im Bereich Groppenbruch zu finden sind – ca. 130 davon stehen auf der roten Liste. Gerhard Hallmann wies auf die Vielfalt an Amphibien und Reptilien hin, die zwischen den bereits bestehenden Naturschutzgebieten wandern – weshalb der Groppenbruch-Bereich so bedeutsam ist. Eingeladen durch die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, Isabella Knappmann, waren neben Anwohnern, Landwirten und Jägern auch die Eigentümer verschiedener Grundstücke, die sich auf dem geplanten Gewerbe-/Industriestandort befinden. Sie auf die besondere ökologische Bedeutung des Geländes hinzuweisen, war eine Intention des Abends gewesen. Leider waren nur zwei der insgesamt etwa zehn Eigentümer erschienen; besonders von der katholischen Kirche, die ebenfalls im Besitz eines 0,8 ha großen Areals ist, hatte man ein Zeichen erwartet. Hoffnung bereitete allerdings die Tatsache, dass die Machbarkeitsstudie, welche die Verwaltung eigentliche schon im Frühjahr 2011 fertiggestellt haben wollte, offensichtlich immer noch nicht abgeschlossen ist. Nach Auskunft des Tiefbauamts gibt es weiterhin etliche offene Fragen, die zunächst noch geklärt werden müssen. So wird es dieses Gutachten voraussichtlich nicht vor dem Frühjahr 2012 geben. Weitere Fragen, die sich im Verlauf des Abends stellten, waren: Was ist mit den Zuschüssen zur Renaturierung des Herrentheyer Bachs, wenn in diesem Bereich gebaut wird? Müssen diese zurückgezahlt werden? Kann die Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal an der Königsheide den zunehmenden Verkehr – sollte es jemals zu einem Industriegebiet "Groppenbruch/Achenbach 2.0" kommen – überhaupt verkraften? Kann im Bereich des ehemaligen Flotationsbeckens überhaupt gebaut werden? Ist der Boden dort stabil genug um Fabrikhallen zu tragen? Eher familiär ging es dann am Ende des Veranstaltung zu: der Nikolaus hatte für jeden Teilnehmer eine „süße Geschenktüte“ vorbereitet. Darum ein großes Dankeschön an den Mann mit Bart und roter Mütze.
Gewerbeansiedlung schadet der Natur (WR vom 17.12.2011) Die „Interessengemeinschaft Groppenbruch 21“ kämpft weiter für den Erhalt des Groppenbruch als Natur- und Landwirtschaftsfläche. Die Initiative hatte private Grundstückseigentümer des geplanten Gewerbe- und Industriegebiets, jetzt mit Achenbach 2.0 betitelt, zu einem Informationsabend eingeladen, um , so Mengedes Grünen-Fraktionssprecherin Isabella Knappmann, „die ökologische Bedeutung des Geländes und seine Besonderheiten in den Bereichen Fauna und Flora aufzuzeigen und auf die negativen Auswirkungen hinzuweisen, die mit der Ansiedlung von Industrie und Gewerbe verbunden wären. Ziel, so Knappmann weiter, sei es gewesen, die privaten Eigentümer davon zu überzeugen, dass der Groppenbruch zu den besonders schützenswerten Grünzügen in Dortmund gehöre und sie für den Erhalt dieses Fleckchen Erde zu gewinnen. Dies würde in letzter Konsequenz erfordern, dass die privaten Grundstückseigentümer das Gelände nicht an die Stadt oder eine Entwicklungsgesellschaft verkaufen dürften, um eine Vermarktung zu verhindern. Gleich drei Naturschutz-Experten, sagte Isabella Knappmann, hätten bei dieser Info-Veranstaltung mit ihren Ausführungen auf die hohe Wertigkeit des Groppenbruch aus ökologischer Sicht verwiesen: „Erich Kretzschmar vom NABU hob die Bedeutung des Groppenbruch für das Biotop-Netz im Dortmunder Nordwesten hervor und erläuterte, dass für das Überleben verschiedener Arten der genetische Austausch zwischen den Tierpopulationen unabdingbar ist. Würde der Biotopverbund durch die Gewerbeflächen-Entwicklung durchtrennt, würde dies ein langsames Aussterben verschiedener Arten fördern.“ An Einzelbeispielen wurde aufgezeigt, dass der Groppenbruch als Brutgebiet verschiedener Vogelarten auf Dortmunder Gebiet von besonderer Bedeutung sei. Dietrich Büscher (BUND) belegte in seiner Kartierungsstudie zur Pflanzenpopulation im Groppenbruch und dem Biotopverbund, 57 von 670 dokumentierten Arten stünden auf der Roten Liste und hätten am Standort Groppenbruch gute Entwicklungsmöglichkeiten. Auch Vertreter der Landwirte und der Jägerschaft unterstützten, so die grüne Politikerin, den Kampf um den Fortbestand des Groppenbruch. So sei der Groppenbruch besonders geeignet für die Auswilderung verletzter und gesundgepflegter Wildtiere.
Ein ausführlicher Bericht über das Nikolaustreffen der "IG Groppenbruch 21" findet sich zudem unter www.gruene-mengede.de/themen/groppenbruch.htm.
Und auch das nächste Groppenbruch-Treffen steht an: am Dienstag, 6. Dezember 2011, wollen wir uns noch einmal zusammensetzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir werden etliche Gäste begrüßen dürfen: Erich Kretzschmar, Dietrich Büscher, Mario Krüger, Gerhard Hallmann und Thomas Quittek werden voraussichtlich dabei sein. Zudem erwartet uns eine Power-Point-Präsentation. Ebenfalls geladen sind verschiedene Eigentümer des Groppenbruch-Areals.
Das dürfte ein interessanter Abend werden, den man nicht versäumen sollte. Also, bis zum 6. Dezember, 19.00 Uhr, Gaststätte "Rabeneck"!
Nicht nur interessant für die betroffenen Lüner Bürgerinnen und Bürger:
Am kommenden Samstag, 26. November 2011, wird die Interessengemeinschaft Groppenbruch 21 einen Informationsstand zum geplanten Industrie-/Gewerbegebiet Groppenbruch in Lünen-Brambauer abhalten. Ab 10.00 Uhr sind wir dann vor dem REWE in Brambauer zu finden, um zu informieren und weitere Unterschriften zu sammeln.
Übrigens: die letzte Zählung ergab, dass wir inzwischen 2.668 Unterschriften gesammelt haben. Das ist doch schon mal ein toller Erfolg!
Das nächste Groppenbruch-Treffen findet wegen des Feiertags (Allerheiligen) erst am: Dienstag, 8. November 2011, 19.00 Uhr in der Gaststätte "Rabeneck", Siegburgstraße 29 (Ecke Dönnstraße) statt.
Statt eines Protokolls die Pressemitteilung zu unserem Treffen am 04. Oktober:
Auch wenn die Kunde vom Ratsbeschluss der letzten Woche (29.09.2011) zur Bauleitplanung Buddenacker die Anwesenden nicht gerade in euphorische Stimmung versetzte, so waren sich die Teilnehmer am Treffen der „Interessengemeinschaft Gropppenbruch 21“ doch darin einig, dass es weiter gehen musste mit der Verhinderung eines Industrie-/Gewerbegebietes an der Grenze zu Lünen-Brambauer.
„Wir werden uns – trotz der traurigen Nachricht für Asseln – nicht davon abhalten lassen, uns auch weiterhin für den Erhalt der ökologisch so wichtigen Grünfläche im Stadtbezirk Mengede einzusetzen. Wir werden die Machbarkeitsstudie, die eigentlich schon im Frühsommer hätte vorliegen sollen, genau studieren, wenn sie denn fertig ist, und von unseren Fachleuten prüfen lassen“, erklärt Axel Kunstmann, Sprecher der Gemeinschaft.
Bereits der Sachstandbericht vom Mai 2011 hatte viele Fragen aufgeworfen, die bislang unbeantwortet blieben.
Einig waren sich die Anwesenden auch darin, dass eine noch stärkere Zusammenarbeit mit den anderen Naturschutz-Initiativen im Dortmunder Stadtgebiet wünschenswert wäre. So soll der Kontakt zur Aktionsgemeinschaft „Grün statt Grau“ intensiviert werden und auch Überlegungen in Richtung eines stadtweiten Bürgerbegehrens machten die Runde – auch wenn die Gemeindeordnung hier nur schwer überbrückbare Hürden aufgebaut hat. „Aber auch wir können inzwischen auf 2668 Unterschriften hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern, die in Groppenbruch keine Industrie- oder Gewerbeansiedlung wollen. Leider fehlt uns in Mengede die Unterstützung der SPD. Im Rat hatten ja wenigstens einige Genossen aus Brackel zusammen mit den Bündnisgrünen die Buddenacker-Vorlage abgelehnt“, so Kunstmann, selbst Mitglied der Grünen Ratsfraktion.
Jetzt will sich die Groppenbruch-Initiative erst einmal genauer mit den Eigentumsverhältnissen des 35 ha großen Areals im nördlichsten Dortmunder Zipfel beschäftigen. Der größte Teil des Geländes ist im Besitz der RAG und einer privaten Eigentümerin. Aber es gibt auch noch zehn kleinere Flächen, die verschiedenen Besitzern zuzuordnen sind.Hier soll zunächst angesetzt werden.
Außerdem wird es weitere Aktionen geben, damit die Öffentlichkeit und insbesondere die Stadtspitze nicht vergessen, dass hier wichtiger Freiraum zerstört werden soll, obwohl Dortmund die Stadt ist, die so viele mögliche Gewerbeflächen vorhält, wie sonst keine andere Stadt im Ruhrgebiet – nämlich 329 ha.
Außerdem die Stellungnahme von Dietrich Büscher zur Drucksache 04069-11 "Sachstand Groppenbruch/Achenbach 2.0", über die wir an diesem Abend auch gesprocvhen haben:
Stellungnahme zum Papier Drucksache 04069-11der Stadtverwaltung Dortmund, FB 61 zum Thema:„Sachstand zur Flächenentwicklung Groppenbruch/Achenbach 2.0“
Dieser Zwischenstand weist mehrere Mängel und Auslassungen auf. Wenn folgende Punkte nicht in der endgültigen Version behandelt werden, wird die Planung eines Gewerbegebietes Groppenbruch (= Achenbach 2.0 der Autoren des Zwischenstandspapiers vom 26.05.2011) von vornherein mit Mängeln behaftet sein.
1.) Keine Berücksichtigung findet bislang das von Seiten der Naturschutzverbände benannte Argument, dass durch Achenbach 2.0 in einen der drei schützenswerten Naturgroßräume, die Dortmund noch verblieben sind, stark eingegriffen wird. Es wird ausgeführt, dass die Bedeutung der Fläche für den Landschafts- und Artenschutz erst in umfangreichen Untersuchungen innerhalb des Planverfahrens erfolgen würden.
Dabei ist schon jetzt erkennbar und in Stellungnahmen der Naturschutzverbände und auch des Landschaftsbeirats Dortmund hervorgehoben, dass – sollte dieser Eingriff kommen – einer von drei noch einigermaßen intakten Naturräumen in Dortmund [dies sind um das zu wiederholen: 1. der Raum Mengede bis Brechten, 2. der Raum Kurl-Husen/ Lanstrop/ Wickede sowie 3. der Waldgürtel im Dortmunder Süden (Ardey)] erheblich belastet würde. Der Verfasser hat dies auch in seiner Stellungnahme vom Oktober 2010 hervorgehoben, die dem Herrn Oberbürgermeister und der Verwaltung vorliegt (Anlage).
Diese Tatsache wird in dem Sachstandsbericht in keiner Weise, auch nicht unter der Rubrik „2. Umweltaspekte“ berücksichtigt. Es reicht auch nicht aus, diesen Gesichtspunkt innerhalb des Planverfahrens zu berücksichtigen, da die kommende Ratsvorlage, also die Endfassung zu Achenbach 2.0, aufgrund deren im Rat die Meinungsbildung herbeigeführt werden wird, diesen Aspekt völlig ausblenden wird und von den Ratsvertretern bei deren Meinungsbildung nicht wird berücksichtigt werden können.
2.) Auf Seite 1 der Vorlage vom 26.05.2011 wird vom Alleecharakter der Straße „Königsheide“ gesprochen. Diese Straße, die die kommenden LKW-Verkehre zu Achenbach 2.0 aufnehmen soll, weil sie die kürzeste Verbindung zu einer Autobahnauffahrt darstellt, ist entsprechend schmal und zur Aufnahme dieser Verkehre, insbesondere von hunderten LKW (Begegnungsverkehr!) ungeeignet. Die Zufahrtprobleme sind kaum angesprochen. Sollte geplant sein, diese Verkehre durch Lünen-Brambauers Wohngebiete laufen zu lassen, würden mehrere 1.000 Bürger betroffen sein (schmale verkehrsentlastete Straßen). Auch diese Frage ist den Ratvertretern, die darüber schließlich befinden müssen, vollinhaltlich darzustellen.
3.) Unberücksichtigt bleibt ferner, dass der Herrentheyer Bach vor Jahren mit Landesmitteln renaturiert worden ist und dass – rückt sogar der Teil der Planungsfläche, der Industriegebiet werden soll, ganz nah an den Herrentheyer Bach heran – diese Renaturierung an absurdum geführt wird. Ist denn schon geprüft worden, welche Mittel die Stadt Dortmund im Falle, dass das Industriegebiet so nah an den Herrentheyer Bach heranrückt, an das Land NRW zurückzahlen muss, weil der Renaturierungszweck dadurch entwertet würde? gez.: Dietrich Büscher
Auf vielfältigen Wunsch findet am kommenden Dienstag, 04. Oktober 2011,
endlich wieder unser nächstes Groppenbruch-Treffen statt.
Wir treffen uns - wie immer - um 19.00 Uhr in der Gaststätte „Rabeneck“ (Siegburgstraße 29, Ecke Dönnstraße). Rudy hat den Termin dort klar gemacht. Natürlich wird es wieder einiges zu erzählen und zu planen geben, denn in der Zwischenzeit ist so manches gelaufen was berichtenswert ist.
Auf eine Verwaltungsvorlage möchte ich euch noch besonders hinweisen. Hier ein Auszug aus der Vorlage 04069-11 vom 26.05.2011:
1. Eigentumsverhältnisse und Flächennutzung Die wesentlichen Bereiche der überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche Achenbach 2.0 gehören der RAG (18,9 ha), einer privaten Eigentümerin (10,2 ha), der Stadt Lünen (2,2 ha) sowie der katholischen Kirche (0,8 ha). Weitere 3,0 ha gehören weiteren acht privaten Eigentümern, die Stadt Dortmund besitzt eine 0,1 ha große Wegeparzelle. Während die RAG grundsätzlich einer Entwicklung positiv gegenübersteht, ist unklar, ob die private Eigentümerin ihre Flächen verkaufen würde. Derzeit wird versucht, mit der Eigentümerin Verhandlungen aufzunehmen. Die Kirche ist – in Abhängigkeit vom Verkaufspreis – verhandlungsbereit. Da die Flächenverfügbarkeit ganz wesentlich die Möglichkeiten und Strategien der Flächenentwicklung beeinflusst, soll diese Thematik mit Priorität weiterverfolgt werden.
Es wäre schön, wenn – trotz des kurzfristigen Termins – möglichst viele von euch am kommenden Dienstag Zeit hätten. Bis dahin – Euer Axel Kunstmann.
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