Gefährliche Spinne (August/September 2011) PDF Drucken E-Mail
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Gefährliche Spinne

 

Bereits vor den Sommerferien wurde ich wiederholt von besorgten Eltern angesprochen, der Schulweg ihrer Kinder entlang der Baustelle an der Spinne sei viel zu gefährlich. Da sich zu diesem Zeitpunkt die Verkehrsführung im Baustellenbereich fast täglich änderte, schlug ich vor, in der 2. Ferienhälfte einen Ortstermin durchzuführen. Dieser fand dann am 25. August statt. Jürgen, als Sprecher des Mengeder Ortsverbands der Grünen, und Isabella, als Grüne Fraktionssprecherin in der Mengeder Bezirksvertretung, waren an diesem Termin ebenfalls dabei.

Was wir an diesem Nachmittag beobachten konnten, ist in der folgenden Pressemitteilung zusammengefasst, welche die RN und die WR/WAZ am Dienstag (30.08.) und der WA am Samstag (03.09.) veröffentlichten. 

 

Betr.:  Baumaßnahme Kreisverkehre Mengeder Spinne 

Baustellen bedeuten Unannehmlichkeiten. Großbaustellen – wie die Baumaßnahme an der Mengeder Spinne – bringen noch größere Unannehmlichkeiten – besonders für Fußgänger und Radfahrer.

Diese Erfahrung konnten die Mengeder Grünen bei einem Ortstermin an der Ex-Spinne mit eigenen Augen machen. Bürger hatten den Grünen Ortsverband auf die schwierige und z.T. gefährliche Situation an der Mengeder Straße aufmerksam gemacht.

„Der Schulweg meiner Tochter führt an der Baustelle vorbei, am Evangelischen Friedhof entlang. Am Eckei muss sie die Schaphusstraße überqueren, um zur Grundschule zu gelangen,“ erklärt Andreas Lamberty. „ Früher gab es hier eine Ampel. Jetzt ist dort nur noch eine Verkehrsinsel. Dieser Bereich ist für Kinder nicht sicher genug bei den vielen Baufahrzeugen an der Spinne und auch an der Galenstraße.“

Ähnlich ergeht es einigen älteren Damen, die gerade den Friedhof verlassen. Unschlüssig stehen sie am Bauzaun und fragen sich, wie sie von hier in den Mengeder Ortskern kommen. Auf der anderen Seite entschließt sich eine junge Frau – von der Rigwinstraße kommend – quer über den Baustellenbereich zu gehen; der Umweg zum Friedhofseingang ist ihr einfach zu weit.

Noch größere Umwege müssen Autofahrer in Kauf nehmen, wenn sie vom Eckei ins Mengeder Zentrum wollen. Denn hier ist nur ein Rechtsabbiegen in die Schaphusstraße möglich und ein weites Umfahren des Ortskerns über den Burgring. Diesen Umweg aber wollen die wenigsten Fahrer nehmen.

Verwunderung gibt es bei den Mengeder Grünen auch über die zukünftige Situation der Radfahrer im Bereich der Kreisverkehre. Eine durchgängige Führung von Fahrradstreifen ist nicht vorgesehen. „Auch vermisse ich die versprochene Anbindung von der Rigwinstraße zur Mengeder Straße für Radfahrer,“ beklagt sich Jürgen Utecht, Sprecher des Grünen Ortsverbands. Diese müssten nach bisheriger Lage den Fußgängerüberweg zum Friedhof hin nutzen. „Eigentlich war hier eine ungefährliche Zuwegung geplant. Dies war bereits bei der Beschlussfassung der Baumaßnahme in der Bezirksvertretung im Juni 2010 von der Grünen Fraktion eingefordert worden. Ein ähnliches Problem für Radfahrer ergibt sich auch am Ende der Sackgasse vor ‚Tom’s Kleinen Gasthaus‘ “.  

Einen Ortstermin der Bezirksvertretung direkt nach der Sommerpause hält Isabella Knappmann, Fraktionssprecherin der Grünen im Mengeder Vorortparlament, für dringend notwendig, um noch Modifikationen während der Bauarbeiten zu ermöglichen.  

 

Am darauffolgenden Montag (29.08.) telefonierte ich mit Herrn Feuser vom Tiefbauamt über die Situation an der Baustelle; am Donnerstag (01.09.) mit seinem Kollegen Herrn Grothoff, der sich in der Zwischenzeit auch vor Ort sachkundig gemacht hatte. Das Ergebnis des Gesprächs war weniger hilfreich, auch wenn sich Perspektiven für die nahe Zukunft ergaben.

Eine entsprechende Pressemitteilung erschien dann am Freitag (09.09.) in der WR/WAZ: 

 

Betr.:  Baumaßnahme Kreisverkehre Mengeder Spinne – Antwort des Tiefbauamts 

Mit Entspannung im Bereich der Großbaustelle an der Mengeder Spinne ist in den nächsten Monaten nicht zu rechnen. Das teilte das Tiefbauamt den Mengeder Grünen auf Anfrage mit. Es wird dabei bleiben, dass sich die Mengeder auf größere Umwege einstellen müssen, denn die Verkehrssicherheit hat im Baustellenbereich Vorrang – so die städtischen Verwaltungsvertreter.

„Sicherer wird der Schulweg für die Grundschulkinder nach den Sommerferien allerdings nicht, denn auch weiterhin ist keine zusätzliche Fußgängerampel im Bereich Eckei / Schaphusstraße geplant“, bedauert Axel Kunstmann, Mitglied der Grünen Ratsfraktion. „Gerade die Kleinen müssen in Zukunft riesige Umwege gehen, wollen sie der offiziellen Schulwegroute folgen, die entlang der Dönnstraße und dann über die Siegburgstraße führt.“ 

Eine völlig andere Verkehrssituation wird sich allerdings ab Oktober ergeben, wenn die 2. Bauphase voraussichtlich beginnen wird. Dann ist geplant, dass der Verkehr einspurig durch die Baustelle geführt wird mit Ampelanlagen an der Schaphusstraße, Mengeder Straße und Dönnstraße. Eine Zufahrt von der Mengeder Schulstraße in den großen Kreisel wird es während dieser Zeit jedoch nicht geben; diese wird zur Baustelle hin gesperrt. Die Anwohner dort werden sich somit zukünftig auf größere Umwege einstellen müssen, wenn sie ihre Einkäufe im Mengeder Ortskern tätigen wollen. Allerdings wird es dann auch – laut Tiefbauamt – eine Fußgängerdruckampel zum Überqueren der Schaphusstraße geben.

„Warum diese Maßnahme nicht bereits zum jetzigen Zeitpunkt umgesetzt werden kann, damit Schulkinder und Friedhofbesucher sicher zum Mengeder Zentrum gelangen, bleibt ein Rätsel“, so Kunstmann. „Die Sicherheit, die von Seiten der Stadt immer so betont wird, darf doch nicht allein für die Autofahrer gelten, sondern in besonderer Weise auch für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.“

Dennoch bleiben die Mengeder Grünen optimistisch – auch wenn mit der Ortskernerneuerung am Straßenabschnitt „Am Amtshaus / Siegburgstraße“ den Mengedern die nächste Großbaustelle mit weiträumigen Umgehungsverkehren ins Haus steht. 

 

In der Zwischenzeit hatte ich beobachtet, dass – anders noch als beim ersten Ortstermin – Randsteine am Ende des Wendehammers an der Rigwinstraße abgesenkt worden waren. Sollte dort etwa die fehlende Zuwegung für Radfahrer in den Kreisel entstehen? Am Dienstag (06.09.) sprach ich an der Baustelle mit dem Schachtmeister, Herrn Gogolin, darüber, der allerdings keine eindeutigen Aussagen machen konnte.

Für den darauffolgenden Freitag (09.09.) hatte Jürgen dann einen Ortstermin mit dem Dortmunder Fahrradbeauftragten, Herrn Hartmann, sowie Herrn Wilki vom Tiefbauamt und einem Vertreter der Firma Gehrken. Dabei ging es ebenfalls um die versprochene Anbindung für Radfahrer von der Rigwinstraße in den Kreisel. Gemeinsam wurden Lösungsmöglichkeiten besprochen und schließlich – wenn auch verspätet – einige wichtige Änderungen vorgenommen.

 

Ich denke, wenn die Spinnen-Kreisel einmal fertig gestellt sind, werden sie für alle Verkehrsteilnehmer eine Verbesserung und Erleichterung darstellen. Warten wir’s ab.

 
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