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Mengeder Heimatwald
Endlich ist es so weit: Am Samstag, den 13. November 2010, findet die erste große Pflanzaktion der Baumpaten statt. 20 Bäume stehen nun auf dem Gelände des Mengeder Heimatwalds, gleich neben dem Hunde- und Tennisplatz am Volksgarten – und im nächsten Frühjahr werden die nächsten 20 Bäume folgen. Es regnet zwar in Strömen, an diesem Samstag, doch das kann die Stimmung nicht verderben, und so waten ca. 40 Anwesende durch den aufgeweichten Boden und wuchten ihre Bäume in die vorbereiteten Pflanzlöcher. Dirk Lehmhaus von Stadtgrün sorgt dafür, dass sie fachmännisch eingepflanzt und angebunden werden. Und ein wenig gefeiert wird auch: mit Prosecco, Orangensaft und Mineralwasser.
Am Tag zuvor (Freitag) hatte die Firma Wegmann aus Datteln-Horneburg 18 Bäume geliefert. Die Pflanzlöcher wurden ausgebaggert und die Pfähle zum Anbinden in den Boden gerammt. Außerdem mussten die schweren Ballen vom Anhänger gehievt werden; Herr Wesselbaum von der Baumschule war dabei eine große Hilfe. Sechs Jahre hatte es jedoch gedauert bis der Mengeder Heimatwald endlich Form angenommen hat und nun „Wald“ genannt werden darf. Die Idee hatte Manfred Jockheck aus Hamm mitgebracht; dort gibt es einen sogenannten „Hochzeitwald“, der sich großer Beliebtheit erfreut. Hier hatten meine Frau und ich bereits 1995 anlässlich unserer Hochzeit einen Baum gepflanzt. Nun war also die Idee von Hamm nach Mengede übergeschwappt. Im Februar 2005 stellten die Mengeder Grünen in der Bezirksvertretung den Antrag auf Schaffung eines Bürgerwaldes. Im Frühjahr 2006 wurde von der Stadt für dieses Projekt ein Gelände zur Verfügung gestellt. Der Bürgerwald sollte an der Breisenbachstraße in Oestrich entstehen, auf dem Gelände eines ehemaligen Sportplatzes. Bei einem Namenswettbewerb im Sommer 2006 einigte man sich auf den Namen „Ammerbaumpark“. Doch leider stellte sich – noch rechtzeitig – heraus, dass die vorgesehene Fläche auf Grund von Altlasten ungeeignet war und ein neues Gelände musste gefunden werden. Und das dauerte. Schließlich fand man am Eckei einen neuen Standort, dem auch die Bezirksvertretung 2008 zustimmte. Um das Gelände aber offiziell nutzen zu können, musste sich zunächst ein Verein gründen. So wurde am 18. August 2009 die Interessengemeinschaft Mengeder Heimatwald e.V. ins Leben gerufen. Der Verein versteht sich als überparteilich, auch wenn ein Großteil seiner Mitglieder den Mengeder Grünen angehört. Manfred Jockheck ist Vorsitzender, Anke von Kolken die 2. Vorsitzende – und ich darf seit dieser Zeit als Kassierer der Interessengemeinschaft fungieren. Der Verein unterzeichnete im März 2010 einen Vertrag mit der Stadt Dortmund und am 29. April 2010 konnten tatsächlich die ersten beiden Bäume gepflanzt werden. Vertreter aus Lokalpolitik und Verwaltung pflanzten symbolisch den ersten Baum, eine Stieleiche, die für die Bezirksvertretung Mengede steht, die dieses Projekt gemeinsam ermöglicht hat.
Der zweite Baum wurde dann kurz darauf von meiner Frau und mir gepflanzt, anlässlich unseres 15. Hochzeittags. Und weitere Bäume werden kommen, denn bereits für 2011 sind die nächsten Aktionen der IG Mengeder Heimatwald geplant.
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