| 2010-05-11: LTW-Nachlese zum Nachlesen |
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Dienstag, 11. Mai 2010
Landtagswahl-Nachlese zum Nachlesen
Die Wahl ist gelaufen, die Plakate sind seit heute Nachmittag wieder abgehängt, kaum noch etwas erinnert an die hektische Zeit vor dem 9. Mai. Drei Wahlstände hatten wir auf dem Mengeder Markt in den letzten Wochen – zum 1. Mai hatten wir wegen des Maibaumfests vom Heimatverein darauf verzichtet. Plakate wurden aufgehängt – die z.T. von der Stadt wegen Verkehrsgefährdung wieder abgehängt wurden; ein Großplakat an der Mengeder Straße/Adalmundstraße wurde angemietet; wir standen ständig in Kontakt mit Dani, unserer Direktkandidatin – und das Ergebnis, es kann sich wirklich sehen lassen. 12,1% (+5,9%) für die Grünen auf Landesebene und in Dortmund sogar 13,6% (+6,2%), das bedeutet, dass das Ergebnis von 2005 fast verdoppelt wurde. Wahnsinn! Und entsprechend groß war auch die Freude am Sonntagabend, als die erste Prognose im Dortmunder Rathaus über die Großleinwand lief. Und zwischenzeitlich sah es dann auch für eine – viel zu kurze – Zeit so aus, als ob Rot-Grün tatsächlich eine knappe Mehrheit im Land erringen könnte. Wie gesagt – für eine kurze Zeit. Doch dann blieb es beim Patt, das keinen glücklich stimmen kann – und die Spekulationen über mögliche Regierungsbildungen setzten ein. CDU: 34,6% (und über 10% verloren), SPD fast gleichauf: 34,5%, die FDP schwach: 6,7% und die Linke klar im Landtag: 5,6%. Doch eben keine eindeutigen Mehrheiten: eine Stimme fehlt Rot-Grün (zusammen 90 statt 91 Sitze) und es stellt sich die Frage, wer jetzt mit wem?Ampel-, Jamaika- oder Links-Koalition? Oder gar Große Koalition? Die kommenden Tage werden es uns zeigen. Nur eins ist klar, wenn irgendwelche Veränderungen in NRW greifen sollen, dann gibt es eigentlich nur eine Alternative: die Linken müssen mit ins Boot geholt werden, andernfalls bleibt letztendlich alles beim Alten. Selbst wenn die CDU auf Rüttgers verzichten sollte, ihn fallen lässt, Laschet oder irgendeinen anderen aus dem Hut zaubert: eine Große Koalition bringt für das Land nicht die Veränderungen, die dringend nötig wären. Diese sind nur mit Rot-Grün und einer Partei durchzusetzen, die sich jetzt als regierungsfähig und –willig zeigen muss. Und diese Alternative besteht, neben all den anderen Alternativen, die rein rechnerisch auch möglich wären.
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