2010-03-03: Seniorenlotsen PDF Drucken E-Mail
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Mittwoch, 03. März 2010 

Seniorenlotsen 

 

 

Zwei Nachrichten der letzten Zeit haben mich bewogen eine alte ur-grüne Idee wieder in den Blick zu nehmen: 1. Die Tatsache, dass der Zebrastreifen an der Rigwinstraße wegen fehlender Haushaltsmittel wohl in nächster Zeit nicht kommen wird. 2. Die Tatsache, dass der Umzug der Hauptschule Mengede nach Nette und die Sanierung der Hauptschule Mengede wegen fehlender Haushaltsmittel wohl auch in nächster Zeit nicht stattfinden wird.

Die grüne Idee von damals war gewesen, wenn schon die Hauptschüler den Lotsendienst an der Rigwinstraße nicht übernehmen können, Senioren zu gewinnen, die bereit wären, besonders den Schülerinnen und Schülern der Overberg-Grundschule bei der Überquerung der Straße vom Rewe-Parkplatz zur Schule hin helfend beizustehen.

Also rufe ich am 09.02. den Schulleiter der Hauptschule, Joachim Eckardt, an und frage nach, ob er sich vorstellen könne, dass die Hauptschüler den Schülerlotsendienst wieder übernehmen könnten. Er zeigt sich nicht abgeneigt, will aber erst einmal im Kollegium nachfragen. Mein nächster Gang bringt mich zum Seniorenbüro und der Begegnungsstätte in der Bürenstraße. Dort spreche ich mit Herrn Maßmann und Frau Stasinski. Beiden ist die Idee eines Senioren-Schülerlotsendienstes bekannt. Isabella hatte hier bereits Vorarbeit geleistet. Es zeigt sich, Seniorenbüro und Begegnungsstätte stehen in den Startlöchern. Senioren für den Dienst zu gewinnen, dies würde sicherlich nicht allzu schwierig sein. Mit Bezirksverwaltungsstellenleiter Michael Konrad hätten sie auch schon gesprochen, wegen der Zebrastreifen. Beide wollen aber erst einmal abwarten, was Herr Eckardt von der Hauptschule melden würde.

Also versuche ich in den folgenden Tagen mehrfach Herrn Eckardt zu erreichen: wenn ich in Mengede anrufe, ist er gerade in Nette oder umgekehrt. Am 16.02. bin ich endlich erfolgreich.  Ich erfahre, dass zurzeit allerdings nur noch drei Schüler zur Verfügung stehen und bereit wären, den Dienst zu übernehmen. Dies teile ich Herrn Maßmann noch am selben Tag mit.

Bei einem Gespräch mit Beate Dönnewald von den RN (22.02.) zu einem anderen Thema (Mittagstisch an der GHG) erwähne ich auch die Entwicklungen in Hinblick auf den Schülerlotsendienst. Frau Dönnewald zeigt sich interessiert, sie werde darüber berichten, spätestens am Mittwoch.  

Am darauffolgenden Dienstag (23.02.) besuche ich noch einmal Frau Stasinski, wir sprechen über die Probleme, welche die Einrichtung eines Seniorenlotsendienstes mit sich bringt. Es gibt noch etliche offene Fragen (z.B. der Versicherungsschutz der Senioren), die vorab geklärt werden müssen.  Danach besuche ich zum ersten Mal die Mengeder Hauptschule (ein wunderschönes Gebäude – von außen kaum zu bemerken). Von Herrn Eckardt erfahre ich (telefonisch), dass einige Schüler aus der Klasse von Frau Mitsalis bislang den Lotsendienst übernommen haben. Vor ihrer Klasse spreche ich kurz mit ihr, rufe sie später dann noch einmal abends zu Hause an. Viele der offenen Fragen kann sie mir bereits beantworten.

In den RN erscheint (zunächst) nichts über den Lotsendienst. Bei der WR ist Frau Susanne Meyer erreichbar, ihr erzähle ich also die ganze Geschichte noch einmal. Und tatsächlich – schon am nächsten Tag (25.02.) gibt es einen dicken Bericht in der WR – im letzen Abschnitt werden auch die Mengeder Grünen und ich kurz genannt. Frau Meyer hat sich sachkundig gemacht und so erfahre ich aus der Presse, dass die Mengeder Bezirksverwaltungsstelle zur nächsten BV-Sitzung  den Antrag gestellt hat, das „Seniorenschülerlotsen-Projekt“ als Pilotprojekt absegnen zu lassen. Isabella bestätigt mir am selben Tag noch diesen Antrag. Frau Stasinski hatte bei unserem letzten Gespräch leider nicht erwähnt, dass diese Absegnung durch die BV nötig wäre.Da Frau Stasinski trotz mehrfacher Versuche telefonisch nicht erreichbar ist, schreibe ich ihr eine Mail mit den Ergebnissen meiner  Nachforschungen. Ich teile ihr ebenfalls mit, dass ich den Eindruck habe – aufgrund des Antrags der Bezirksverwaltungsstelle in der BV – dass eine Mitarbeit der politischen Parteien vor Ort offensichtlich nicht angedacht oder erwünscht (?) ist.

Am Dienstag (02.03.) kommt der Lotsenartikel dann auch in den RN. Dieser ist Frau Dönnewald mal wieder richtig gut gelungen – mit einem altem Schülerlotsenphoto und einem Bild von mir. (In der Schule werde ich daraufhin von etlichen Schülern und Kollegen auf den Artikel angesprochen – sie haben als erstes mein Photo entdeckt.)

Die BV am darauffolgenden Mittwoch (03.03.) beschließt dann die Einrichtung eines Modellprojekts „Seniorenlotsen“ – gemäß Antrag der Bezirksverwaltungsstelle.

Mal sehen, ob es etwas wird mit diesem Pilotprojekt. Ich hoffe es jedenfalls.

 
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