2010-02-04: Viel Lärm um Alles - Mögliche PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

Donnerstag, 04.02.2010

 

Viel Lärm in Mengede und um Mengede herum

 

 

Der Februar beginnt mit viel Lärm; Lärm der sich bereits auf der BV-Sitzung Ende Januar (27.01.) angekündigt hatte. Dort hatte es einen rot-grünen Antrag gegeben, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, entlang der A45 und A2 ein Lärmkataster zu erstellen. Die WR berichtet am 04.02. darüber:

 

A2 und A45 : Lärmkataster statt ComputerdatenNord-West, 03.02.2010, Christian Chmel Mengede. Die Bezirksvertretung fordert die Erstellung eines Lärmkatasters für den Stadtbezirk – und zwar mit Blick auf Bereiche entlang der A45 und A2. Damit reagieren die Kommunalpolitiker auf Beschwerden von Anwohnern in Nähe beider Autobahnen.Von der Erstellung eines Lärmkatasters versprechen sich die Bezirksvertreter genauere Daten über die tatsächlichen Lärmemissionen – vor allem hinsichtlich der Lärmpegel in der Spitze. Präzisere Werte seien, so der Tenor in der BV-Sitzung, nur zu ermitteln, wenn auch Lärmmessungen vor Ort durchgeführt würden. „In der ganzen Republik wird leider nicht mehr gemessen, sondern nur noch berechnet”, so SPD-Fraktionssprecher Werner Locker. Erforderlich seien aber „vernünftige Daten”. CDU-Fraktion stimmt dem Antrag zu Grundsätzlich seien Maßnahmen gegen Lärmbelastungen zum Schutz der Gesundheit unabdingbar. Und auch der 2. stellv. Bezirksbürgermeister Manfred Jockheck (Grüne) vermutet, dass die gängige Praxis, Lärmemissionen nur noch am Computer errechnen zu lassen, zu ungenauen Ergebnissen führe. „Wir brauchen ein echtes Lärmkataster, das sind wir der Bevölkerung schuldig.” Die Verwaltung müsse hier tätig werden. Jockheck verwies auf Ortstermine mit Anliegern: Diese hätten kritisiert, dass nach Straßensanierungen auf der A45 die Asphaltdecke um bis zu 40 Zentimeter angehoben worden sei, ohne die Lärmschutzvorrichtungen den veränderten Bedingungen entsprechend anzupassen. Während Joachim Farnung (CDU) für seine Fraktion Zustimmung zum rot-grünen Antrag signalisierte, äußerte Karl-Heinz Hubbert (FDP) Bedenken. Begründung: Eine gewisse Lärmbelastung „gehört zum Leben” in Industriegesellschaften. Auch hier sei „das Anspruchsdenken zu weit vorgeprescht”. Zudem müsse, wenn über ein Lärmkataster diskutiert werde, auch der Schienenverkehr einbezogen werden. „Was sollen die Leute sagen, die an Bahnlinien wohnen?”, fragte Hubbert – um sich dann bei der Abstimmung als einziger Bezirksvertreter zu enthalten.

 

 

Auf dem Neujahrsempfang des grünen Kreisverbands (24.01.) hatte ich mit Daniela Schneckenburger und Martin Tönnes ebenfalls über die Lärmproblematik im Stadtbezirk Mengede gesprochen. Daniela versprach mir, dass sie den OV Mengede im März besuchen werde. Dann könnten wir die Lärmprobleme – und alle weiteren Mengeder Probleme ausführlich diskutieren.  

   

 Pressemitteilung : Lärmkataster (04.02.10)Natürlich muss ein Lärmkataster neben dem Straßen- und Autobahnverkehr auch den Schienenverkehr mit einbeziehen. Dies ist seit langem eine Forderung der Mengeder Grünen. So hatten diese auch ihre ersten eigenen Lärmmessungen vor zwei Jahren an der Bahnstrecke Oberhausen – Dortmund vorgenommen – zusammen mit der Netter Mieterinitiative Luisenplatz. (WR berichtete am 29.04.2008) Aber nicht nur die Anwohner der Händel- und Straußstraße klagten über gestiegene Lärmbelästigung. Beschwerden kamen auch von Bürgern in unmittelbarer Nähe von A45 und A2. Besonders nach der Sanierung der A45 war der Lärmpegel vielerorts in Westerfilde, Bodelschwingh und Oestrich derart angestiegen, dass eine deutliche Zunahme gegenüber früher zu registrieren war. Offensichtlich hatte hier die Anhebung der Asphaltdecke zu einer stärkeren Lärmbelästigung der Anwohner geführt, die es vor der Baumaßnahme so nicht gegeben hatte. Die höheren Aufbauten der LKW hatten ihr übriges zur Verschärfung der Situation beigetragen.Die Mengeder Grünen nehmen die Klagen der Lärmgeschädigten ernst und weisen auf die gesundheitlichen Gefahren von Lärmemissionen hin. Es ist keineswegs hinzunehmen, dass eine gewisse Lärmbelastung zum Leben gehört – wie die FDP in Mengede meint. Die Mengeder Grünen sind der Überzeugung, dass besonders an der A45 schnell und kostengünstig Abhilfe geschaffen werden könnte, wenn im Bereich des Autobahnkreuzes Castrop-Rauxel Ost endlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 100 km/h eingeführt würde – so wie sie an den meisten anderen deutschen Autobahnkreuzen bereits besteht.Aus diesem Grund wird sich der Grüne Ortsverband im kommenden Monat erneut mit der Lärmproblematik beschäftigen. Dann nämlich wird die Vorsitzende der NRW-Grünen und Dortmunder Landtagskandidatin, Daniela Schneckenburger, den Ortsverband Mengede besuchen, um sich ein Bild auch von den Lärm-Problemen im Stadtbezirk zu machen. 
 

 

Und ein weiteres Lärmproblem kristallisiert sich heraus: der Ausbau der Parkplätze an der A45 in Westerfilde und Kirchlinde zu LKW-Rastplätzen. Dort sollen demnächst (Ende März 2010) 74 neue Stellplätze für LKW entstehen (bislang ca. 60 Plätze für PKW und 24 Plätze für LKW) – ohne dass zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen geplant sind. „Lediglich eine Verlängerung des Lärmschutzes um ca. 40 m in Richtung Süden“ sei vorgesehen, teilt Rechtsdezernent Wilhelm Steitz der BV Mengede mit.

 
ZIT!Access by Ziegert IT
designed by www.vonfio.de